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Kosten

Grundlagen der Anwaltsvergütung

Die Höhe der anwaltlichen Vergütung ergibt sich entweder aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder aus einer Vergütungsvereinbarung.

 

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz besteht zunächst aus dem Gesetzestext und zusätzlich dem Vergütungsverzeichnis. Der Gesetzestext enthält die allgemeinen gebührenrechtlichen Vorschriften, das Vergütungsverzeichnis die einzelnen Gebührentatbestände. Im zivil-, verwaltungs- und sozialrechtlichen Bereich berechnen sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert. Im strafrechtlichen Bereich wird nach Betragsrahmengebühren abgerechnet.

 

Rechtsschutzversicherung

Falls sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, deckt diese einen Großteil der anwaltlichen Tätigkeit ab und übernimmt im Schadensfall auch die Anwaltskosten für die außergerichtliche und gerichtliche Tätigkeit. 

Das Einholen der Kostendeckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung übernehmen wir gerne für Sie.

 

Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Sollten Sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sein, die gesetzlichen Gebühren aufzubringen, sind wir auch gerne im Rahmen von Beratungs- oder Prozesskostenhilfe für Sie tätig.

 

Die Beratungshilfe gilt für den außergerichtlichen und die Prozesskostenhilfe für den gerichtlichen Bereich. Sowohl bei der Beratungs- als auch der Prozesskostenhilfe handelt es sich um kein staatliches Almosen, sondern das gute Recht eines jeden Bürgers. Ob Ihnen ein entsprechender Anspruch auf diese staatliche Unterstützung zur Verfügung steht, orientiert sich in der Hauptsache an Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen.

 

Beratungshilfe

Sofern sie nicht in der Lage sind die Kosten für rechtliche Hilfe zu tragen, haben Sie etwaig die Möglichkeit Beratungshilfe zu beanspruchen.

Beratungshilfe ist Hilfe für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens.
Sie besteht in Beratung und, falls erforderlich, in außergerichtlicher Vertretung, also beispielsweise Schreiben an den Gegner oder mündliche Verhandlungen mit diesem. Beratungshilfe wird gewährt in Angelegenheiten des Zivilrechts einschließlich des Arbeitsrecht, des Verwaltungsrechts, des Verfassungsrechts und des Sozialrechts. In Sachen des Strafrechts sowie Ordnungswidrigkeiten wird lediglich Beratung gewährt, jedoch keine Vertretung oder Verteidigung.

Notwendig für die Beratungshilfe ist ein Beratungshilfeschein. Die Bewilligung von Beratungshilfe muss beantragt werden.

 

Prozesskostenhilfe

Geldmangel soll Sie nicht daran hindern, Ihr Recht vor Gericht geltend zu machen. Die Prozesskostenhilfe bietet deshalb Personen mit niedrigem Einkommen finanzielle Unterstützung, um vor Gericht ihr Recht durchzusetzen oder sich zu verteidigen.

Ihnen wird Prozesskostenhilfe gewährt wenn Ihre Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg aufweist sowie schwache wirtschaftliche Verhältnisse ihrerseits vorliegen. Prozesskostenhilfe (PKH) bedeutet nur, dass man von der Vorauszahlung von Gerichtskosten und Zeugenauslagen befreit ist und dass die Gerichtskasse die Kosten des eigenen Anwalts zahlt, sie bedeutet nicht die Übernahme der Anwaltskosten der Gegenseite, wenn Sie sich nach der späteren Kostenentscheidung an diesen beteiligen müssen. Eine solche Beteiligung an den Kosten der Gegenseite erfolgt typischerweise bei teilweisem oder vollem Prozessverlust.

Bei Bußgeldverfahren, Ermittlungsverfahren und Strafsachen gibt es weder Beratungshilfe noch PKH. Hier haben Sie eventuell die Möglichkeit einer Pflichtverteidigung, bei der Ihr Anwalt zunächst von der Justizkasse bezahlt wird. Aber auch hier gilt: Wenn es Ihre Einkommensverhältnisse zulassen, müssen Sie bei einer Verurteilung die vorgestreckten Beträge zurückzahlen.

 

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer.

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